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Der Nutzen von JonDonym

Mit den Daten Ihrer Internet-Nutzung kann man Ihnen auf vielfältige Weise schaden. Im Folgenden werden konkrete Gefahren dargestellt, vor denen die IP-Anonymisierung durch JonDonym Sie schützt.

Wenn Sie selbst eigene Erfahrungen gemacht haben, wie JonDonym Ihnen geholfen hat, helfen Sie mit und schreiben Sie uns: Für jede hier veröffentlichte Einsendung gibt es von uns einen kostenlosen JonDonym-Gutscheincode über 500 MB.


Das alles verrät Ihre IP-Adresse!

Jede Webseite kann folgendes über Ihre Internetverbindung über Sie herausfinden:

  • Ihren aktueller Aufenthaltsort

Das Land und die Stadt/Region, in der Sie sich befinden. Mithilfe kostenloser oder kostenpflichtiger Datenbanken sind sogar Stadtteile und Bürogebäude identizierbar. Dies wird Geolokation genannt.

  • Ihren Zugangsprovider

Persönliche Daten können dann über Ihren Provider abgerufen werden.

  • Ihre Anbindung / Zugangstechnologie

Über Datenbanken kann man beispielsweise herausfinden, ob Sie DSL, ein Modem, oder ein Mobiltelefon zum Surfen benutzen.

  • Ihr Unternehmen / Ihre Behörde

Falls Sie aus dem Netzwerk einer Firma oder Behörde surfen, kann deren Name festgestellt werden.

  • Wie lange Ihr Rechner läuft

Dies ist möglich durch die Analyse von sogenannten TCP-Zeitstempeln, die sogar Ihren Rechner identifizierbar machen können.

Über einen kleinen Test auf unserer Webseite können Sie einige dieser Informationen über sich einsehen.


Datendiebe sehen Ihren Klartext

Wenn Sie im Internetcafe, auf einem Flughafen oder Bahnhof ein drahtloses Netz benutzen, können andere Benutzer und die Anbieter der drahtlosen Netze Sie beobachten: sie sehen, welche Webseiten Sie besuchen und was Sie auf diesen Webseiten für Daten eingeben. Sie können sogar den Zugriff auf Webseiten manipulieren und umleiten.

  • Passwort- und Identitätsdiebstahl

Wenn Sie Bestellungen in ungesicherten Internet-Shops abgeben, können Ihr Passwort, Kontoinformationen und Ihre Adresse ausgelesen werden. Dritte können nun mit Ihren Daten ebenfalls Bestellungen abgeben. Lauscher könnten außerdem Ihre E-Mail-Passwörter abfangen und dann Ihren gesamten Mailverkehr mitlesen, bis Sie Ihr Passwort wieder ändern.

  • Verlust vertraulicher Informationen

Ihre privaten Nachrichten können abgefangen und später gegen Sie oder Ihr Unternehmen verwendet werden. Schreiben Sie eine Nachricht an Ihre Frau und anschließend an Ihre Geliebte? Senden Sie Geschäftsunterlagen an einen Kollegen, die nicht in fremde Hände fallen dürfen?

  • Anonyme Proxies schützen Sie nicht, stehlen aber Ihre Daten

Im Internet gibt es zahllose kostenlose und kostenpflichtige Proxy-Dienste, welche Anonymität versprechen. Aber: Diese Dienste verschlüsseln meist nicht einmal Ihre Daten gegenüber Dritten. Außerdem vermutet man, dass viele davon auf gecrackten Rechnern laufen und von Kriminellen kontrolliert werden, um gezielt die Daten der Nutzer auszuforschen.


Die Konkurrenz erkennt die Schritte Ihres Unternehmens

Die meisten Unternehmen und Organisationen sind anhand ihrer IP-Adresse eindeutig erkennbar. Konkurrenten können dies ausnutzen.

  • Internet-Recherchen bleiben nicht vertraulich

Ihre Recherchen auf Webseiten, die direkt oder indirekt (z.B. durch einen Wartungsvertrag) von Ihrer Konkurrenz kontrolliert werden, bleiben nicht vertraulich. Sie können durch eine Internetsuche also unbemerkt geheime Geschäftsstrategien verraten, etwa bei der Patentsuche oder bei der Erstellung von Marktanalysen.

  • Webseiten der Konkurrenz "spielen" mit Ihnen

Mitarbeiter der Konkurrenz können Ihre IP-Adresse beim Besuch der eigenen Webseiten beobachten. Sie können Ihnen dadurch falsche oder gar keine Informationen präsentieren, oder sogar eine spezielle Karriereseite anzeigen, um Ihre Mitarbeiter abzuwerben. Möglicherweise bekommen Sie auch einen Werbeanruf oder Werbe-E-Mails.

  • Industriespione leiten Ihren Firmendatenverkehr zu sich um

Technisch versierte Industriespione können unter Umständen Ihren gesamten Netzwerkverkehr von Ihrem Provider bzw. Netzwerkdienstleister zu sich selbst umleiten. Damit wäre Ihre gesamte Internet-Kommunikation aufgedeckt. Alle unverschlüsselten Nachrichten und alle von Ihrem Unternehmen kontaktierten Internetdienste werden dadurch der Konkurrenz bekannt.


Freie Informationen werden verboten

Neben der direkten Internet-Zensur, die den Abruf bestimmter Webseiten technisch verhindern soll, gibt es auch eine indirekte Zensur: die Angst, für den bloßen Konsum unerwünschter Inhalte Nachteile zu erfahren.

  • Journalisten können sich nicht frei informieren

Internetzensur behindert den freien Journalismus. Im Rahmen von Recherchen müssen Journalisten auch auf zensierte Inhalte zugreifen dürfen, um deren mögliche Relevanz für die Öffentlichkeit beurteilen zu können.

  • Bürger können sich kein eigenes Bild machen

In der realen Welt gibt es meist nicht nur eine einzige Wahrheit - sondern viele. Durch direkte Zensur oder aus Angst vor Repressalien können mündige Bürger aber nicht alle Informationen erhalten, um Tatsachen objektiv zu betrachten.

  • Der bloße Abruf von ungewollten Inhalten wird bestraft

Die "Operation Himmel" wurde in Deutschland als großer Erfolg der Ermittler angepriesen: Tatsächlich waren aber nur wenige der 12000 Vedächtigen schuldig: Bereits das kurze Anklicken einer Webseite hat Unschuldige die soziale Existenz gekostet.

  • Anti-Zensurdienste verkaufen Ihre Daten

Vorsicht vor Anti-Zensur-Diensten: es gibt einige, die Ihre Daten sammeln und verkaufen: wahrscheinlich sogar an manche Zensoren!


Geheimdienstliche Arbeit ist gefährdet

Obwohl die IP-Adressbereiche von Geheimdiensten geheim gehalten werden, geraten sie manchmal ganz oder teilweise an die Öffentlichkeit.

  • Fehler von Mitarbeitern enttarnen geheime Netzstrukturen

Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes haben sich auf unseren Seiten bereits dadurch enttarnt, dass Ihr Browser einen Referrer auf interne BND-Seiten enthielt. Nun muss nur noch die zugehörige IP-Adresse gespeichert werden (was wir aus Prinzip nicht getan haben), und der IP-Adressbereich des BND (bzw. des BKA, über dessen Proxy sie teilweise kamen), kann schrittweise analysiert werden.

  • Kontakt im gegnerischen Umfeld ist gefährlich

Wenn Geheimdienstmitarbeiter die Rechner ihrer Zentrale kontaktieren wollen, können ihre Zugriffe abgefangen werden. Wenn die kontaktierte IP-Adresse als eine Adresse des Geheimdienstes bekannt ist, ist der Mitarbeiter enttarnt.

  • Proxy-Dienste können vom Gegner betrieben werden

Zentral kontrollierte Proxy- oder VPN-Dienste können von einem Gegner des Geheimdienstes betrieben werden. Es ist durchaus denkbar, dass andere Geheimdienste solche Rechner unter falschen Namen aufstellen, um den Datenverkehr von Mitarbeitern anderer Geheimdienste belauschen zu können, die sich auf diesen Proxies sicher fühlen. Dies ist eine vergleichsweise preiswerte Möglichkeit zur Spionage. Eventuell lässt sich durch ein kommerzielles Tarn-Angebot dieses Proxy/VPN-Dienstes sogar Geld verdienen.


Keine Meinungsfreiheit für Blogger und Aktivisten

Blogging ist eine Art "Tagebuch-Journalismus": Blogger stellen Ihre Erlebnisse und Ansichten ins Internet, um sie möglichst vielen anderen Leuten mitzuteilen. Viele Blogger schreiben anonym, um einer Bestrafung, beruflichen Nachteilen oder einer gesellschaftlichen Ächtung wegen Ihrer freien Meinungsäußerung zu entgehen.

  • Geschäftspartner werden abgeschreckt

Jemand beobachtet Ihre Verbindung zu Ihrem anonym geführten Blog. Er sieht, dass Sie dort politische oder religiöse Ansichten vertreten. Sofern diese Information veröffentlicht wird, könnten Geschäftspartner von einer Kooperation mit Ihnen abgeschreckt werden.

  • Übertriebene Haftung für die eigene Meinung

Unternehmen und Prominente sind mit Haftungsklagen bei negativen Darstellungen schnell bei der Hand. In autoritären Staaten werden Blogger ferner wegen unangenehmen politischen und religiösen Meinungen belangt. Da Ihr Blog-Dienstleister im Fall einer behördlichen Anweisung Ihre IP-Adresse herausgeben muss, können Sie nur eingeschränkt Ihre Meinung sagen.

  • Strafen für politische Aktivisten und Menschenrechtsaktivisten

Aktivisten können beim Kontakt zu Webseiten von politischen Organisationen beobachtet und bestraft werden. In einer freiheitlichen Gesellschaft sollte es jedoch möglich sein, sich über politische Ansichten straffrei zu informieren.


Online-Ermittler werden enttarnt

Die IP-Adresse enthält direkte oder indirekte Informationen über die eigene Organisation. Online-Ermittler der Polizei müssen sich desöfteren aber selbst tarnen um an wichtige Informationen zu kommen.

  • Ermittler sind auf verdächtigen Webseiten als solche erkennbar

Einige Foren- und Chatsysteme zeigen direkt die IP-Adresse jedes Nutzers an. Auch der Besitzer der jeweiligen Webseite sieht die IP-Adressen der Nutzer. Eine IP-Adresse des Bundeskriminalamts wirkt dabei nicht vertrauensfördernd.

  • Operationen bleiben nicht geheim

Ermittler können Proxy- oder VPN-Dienste benutzen um sich zu anonymisieren. Sofern diese von einer einzigen Organisation kontrolliert werden, müssen Sie aber mit der Beobachtung ihrer Schritte durch organisierte Kriminalität rechnen. Kriminelle können den Dienst selbst betreiben oder Mitarbeiter bestechen, um die Aktionen der Ermittler verfolgen zu können.

  • Auffallend unsicheres Surfen macht Ermittler verdächtig

Wenn sich Ermittler auf Seiten bewegen, deren Benutzer sich für gewöhlich selbst anonymisieren, fallen sie ohne Anonymisierung besonders auf.

  • Informanten verraten sich oder werden verraten

Wenn nicht-anonym über das Internet verschickte Nachrichten von und an Informanten abgefangen werden, oder wenn ein Maulwurf in der Behörde die IP-Adresse des Informanten weitergibt, ist er enttarnt.


Suchmaschinen und Statistikdienste speichern Ihr Surf-Verhalten

Suchmaschinen wie Google, Yahoo und MSN speichern Ihre IP-Adresse und Ihre Suchanfragen für viele Monate oder sogar Jahre. Auch Statistik- und Werbedienste, wie Phorm, Doubleclick, Google Adwords oder Google Analytics, können Ihre IP-Adresse und die von Ihnen besuchten Webseiten speichern. Sie sind über Millionen von Internetseiten verteilt und werden sogar von Ihrem Zugangs-Provider eingesetzt.

  • Ihr Surf-Verhalten kann beinahe vollständig gespeichert werden

Große Dienstleister wie Google können Statistik- und Suchdaten zu einem detaillierten Profil Ihres Surf-Verhaltens zusammenführen. Je nachdem wie viel sie im Internet tun, kann Ihr Verhalten viel über Ihr Leben, Ihre Interessen, Ihre Geschäfte, Ihre Beziehungen und Ihre Probleme offenbaren.

  • Datenpannen bringen Ihr Verhalten an die Öffenlichkeit

Aufgrund einer Datenpanne wurden im Jahr 2006 bei AOL alle Suchdaten veröffentlicht. Dank digitaler Vervielfältigung kann nun jedermann die Suchhistorie aller Nutzer nachvollziehen. Kranke und psychisch labile Menschen wurden dadurch mit Name und Wohnort für die Öffentlichkeit enttarnt.

  • Proxy- und VPN-Dienste können ebenfalls alles speichern!

Proxy- und VPN-Dienste versprechen, Sie vor einer solchen Beobachtung zu schützen. Aber alle aktuellen VPN- und Proxy-Dienste (außer JonDonym, Tor und I2P) werden zentral gesteuert und können Sie dadurch vollständig überwachen!


Wogegen JonDonym Sie nicht schützt...

Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine IP-Anonymisierung mit JonDonym nur wenig oder gar nichts nützt. Es ist wichtig, diese Situationen zu kennen, um sich nicht in falscher Sicherheit zu wiegen.

  • Persönliche Beobachtung: Starke Angreifer, etwa Geheimdienste, können die kompromittierende Abstrahlung von Ihrem Rechner und Ihrem Monitor messen. Dadurch sehen sie, woran Sie gerade arbeiten. Sie können sogar die Reflektionen von Ihrer Brille oder von Ihren Augen aufnehmen und auswerten.
  • Standard-Web-Browser: Normale Web-Browser sind so unsicher konfiguriert, dass man Ihre IP-Adresse (und weitere Daten) leicht auslesen kann. Sie müssen einen "gehärteten" Web-Browser, wie JonDoFox, benutzen, um sich dagegen zu schützen. Denken Sie auch daran, Ihren PDF-Reader sicher zu konfigurieren.
  • Globale Beobachter: Ein Lauscher, der alle Daten vor dem ersten und nach dem letzten Mix einer Kaskade sehen kann, kann Korrelationen berechnen und dadurch Nutzer enttarnen. Obwohl JonDos Techniken dagegen entwickelt (mittlere Mixe, Volumenscheiben, Mixing, Burst Proxy, Dummy Traffic,...) lässt sich dieser Angriff nie ganz verhindern. Wählen Sie also Kaskaden mit ersten und letzten Mixen aus, die möglichst weit auseinander liegen.
  • Datendiebe im letzten Mix: Der letzte Mix kann Sie zwar technisch nicht verfolgen, kann aber Daten abfangen, die Sie unverschlüsselt an Webseiten senden. Der Mix-Betreiber haftet für solche Datenschutzverstöße. Sie können aber technisch nicht verhindert werden.