
Mit den Daten Ihrer Internet-Nutzung kann man Ihnen auf vielfältige Weise schaden. Im Folgenden werden konkrete Gefahren dargestellt, vor denen die IP-Anonymisierung durch JonDonym Sie schützt.
Wenn Sie selbst eigene Erfahrungen gemacht haben, wie JonDonym Ihnen geholfen hat, helfen Sie mit und schreiben Sie uns: Für jede hier veröffentlichte Einsendung gibt es von uns einen kostenlosen JonDonym-Gutscheincode über 500 MB.
Jede Webseite kann folgendes über Ihre Internetverbindung über Sie herausfinden:
Das Land und die Stadt/Region, in der Sie sich befinden. Mithilfe kostenloser oder kostenpflichtiger Datenbanken sind sogar Stadtteile und Bürogebäude identizierbar. Dies wird Geolokation genannt.
Persönliche Daten können dann über Ihren Provider abgerufen werden.
Über Datenbanken kann man beispielsweise herausfinden, ob Sie DSL, ein Modem, oder ein Mobiltelefon zum Surfen benutzen.
Falls Sie aus dem Netzwerk einer Firma oder Behörde surfen, kann deren Name festgestellt werden.
Dies ist möglich durch die Analyse von sogenannten TCP-Zeitstempeln, die sogar Ihren Rechner identifizierbar machen können.
Wenn Sie im Internetcafe, auf einem Flughafen oder Bahnhof ein drahtloses Netz benutzen, können andere Benutzer und die Anbieter der drahtlosen Netze Sie beobachten: sie sehen, welche Webseiten Sie besuchen und was Sie auf diesen Webseiten für Daten eingeben. Sie können sogar den Zugriff auf Webseiten manipulieren und umleiten.
Wenn Sie Bestellungen in ungesicherten Internet-Shops abgeben, können Ihr Passwort, Kontoinformationen und Ihre Adresse ausgelesen werden. Dritte können nun mit Ihren Daten ebenfalls Bestellungen abgeben. Lauscher könnten außerdem Ihre E-Mail-Passwörter abfangen und dann Ihren gesamten Mailverkehr mitlesen, bis Sie Ihr Passwort wieder ändern.
Ihre privaten Nachrichten können abgefangen und später gegen Sie oder Ihr Unternehmen verwendet werden. Schreiben Sie eine Nachricht an Ihre Frau und anschließend an Ihre Geliebte? Senden Sie Geschäftsunterlagen an einen Kollegen, die nicht in fremde Hände fallen dürfen?
Im Internet gibt es zahllose kostenlose und kostenpflichtige Proxy-Dienste, welche Anonymität versprechen. Aber: Diese Dienste verschlüsseln meist nicht einmal Ihre Daten gegenüber Dritten. Außerdem vermutet man, dass viele davon auf gecrackten Rechnern laufen und von Kriminellen kontrolliert werden, um gezielt die Daten der Nutzer auszuforschen.
Die meisten Unternehmen und Organisationen sind anhand ihrer IP-Adresse eindeutig erkennbar. Konkurrenten können dies ausnutzen.
Ihre Recherchen auf Webseiten, die direkt oder indirekt (z.B. durch einen Wartungsvertrag) von Ihrer Konkurrenz kontrolliert werden, bleiben nicht vertraulich. Sie können durch eine Internetsuche also unbemerkt geheime Geschäftsstrategien verraten, etwa bei der Patentsuche oder bei der Erstellung von Marktanalysen.
Mitarbeiter der Konkurrenz können Ihre IP-Adresse beim Besuch der eigenen Webseiten beobachten. Sie können Ihnen dadurch falsche oder gar keine Informationen präsentieren, oder sogar eine spezielle Karriereseite anzeigen, um Ihre Mitarbeiter abzuwerben. Möglicherweise bekommen Sie auch einen Werbeanruf oder Werbe-E-Mails.
Technisch versierte Industriespione können unter Umständen Ihren gesamten Netzwerkverkehr von Ihrem Provider bzw. Netzwerkdienstleister zu sich selbst umleiten. Damit wäre Ihre gesamte Internet-Kommunikation aufgedeckt. Alle unverschlüsselten Nachrichten und alle von Ihrem Unternehmen kontaktierten Internetdienste werden dadurch der Konkurrenz bekannt.
Neben der direkten Internet-Zensur, die den Abruf bestimmter Webseiten technisch verhindern soll, gibt es auch eine indirekte Zensur: die Angst, für den bloßen Konsum unerwünschter Inhalte Nachteile zu erfahren.
Internetzensur behindert den freien Journalismus. Im Rahmen von Recherchen müssen Journalisten auch auf zensierte Inhalte zugreifen dürfen, um deren mögliche Relevanz für die Öffentlichkeit beurteilen zu können.
In der realen Welt gibt es meist nicht nur eine einzige Wahrheit - sondern viele. Durch direkte Zensur oder aus Angst vor Repressalien können mündige Bürger aber nicht alle Informationen erhalten, um Tatsachen objektiv zu betrachten.
Die "Operation Himmel" wurde in Deutschland als großer Erfolg der Ermittler angepriesen: Tatsächlich waren aber nur wenige der 12000 Vedächtigen schuldig: Bereits das kurze Anklicken einer Webseite hat Unschuldige die soziale Existenz gekostet.
Vorsicht vor Anti-Zensur-Diensten: es gibt einige, die Ihre Daten sammeln und verkaufen: wahrscheinlich sogar an manche Zensoren!
Obwohl die IP-Adressbereiche von Geheimdiensten geheim gehalten werden, geraten sie manchmal ganz oder teilweise an die Öffentlichkeit.
Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes haben sich auf unseren Seiten bereits dadurch enttarnt, dass Ihr Browser einen Referrer auf interne BND-Seiten enthielt. Nun muss nur noch die zugehörige IP-Adresse gespeichert werden (was wir aus Prinzip nicht getan haben), und der IP-Adressbereich des BND (bzw. des BKA, über dessen Proxy sie teilweise kamen), kann schrittweise analysiert werden.
Wenn Geheimdienstmitarbeiter die Rechner ihrer Zentrale kontaktieren wollen, können ihre Zugriffe abgefangen werden. Wenn die kontaktierte IP-Adresse als eine Adresse des Geheimdienstes bekannt ist, ist der Mitarbeiter enttarnt.
Zentral kontrollierte Proxy- oder VPN-Dienste können von einem Gegner des Geheimdienstes betrieben werden. Es ist durchaus denkbar, dass andere Geheimdienste solche Rechner unter falschen Namen aufstellen, um den Datenverkehr von Mitarbeitern anderer Geheimdienste belauschen zu können, die sich auf diesen Proxies sicher fühlen. Dies ist eine vergleichsweise preiswerte Möglichkeit zur Spionage. Eventuell lässt sich durch ein kommerzielles Tarn-Angebot dieses Proxy/VPN-Dienstes sogar Geld verdienen.
Blogging ist eine Art "Tagebuch-Journalismus": Blogger stellen Ihre Erlebnisse und Ansichten ins Internet, um sie möglichst vielen anderen Leuten mitzuteilen. Viele Blogger schreiben anonym, um einer Bestrafung, beruflichen Nachteilen oder einer gesellschaftlichen Ächtung wegen Ihrer freien Meinungsäußerung zu entgehen.
Jemand beobachtet Ihre Verbindung zu Ihrem anonym geführten Blog. Er sieht, dass Sie dort politische oder religiöse Ansichten vertreten. Sofern diese Information veröffentlicht wird, könnten Geschäftspartner von einer Kooperation mit Ihnen abgeschreckt werden.
Unternehmen und Prominente sind mit Haftungsklagen bei negativen Darstellungen schnell bei der Hand. In autoritären Staaten werden Blogger ferner wegen unangenehmen politischen und religiösen Meinungen belangt. Da Ihr Blog-Dienstleister im Fall einer behördlichen Anweisung Ihre IP-Adresse herausgeben muss, können Sie nur eingeschränkt Ihre Meinung sagen.
Aktivisten können beim Kontakt zu Webseiten von politischen Organisationen beobachtet und bestraft werden. In einer freiheitlichen Gesellschaft sollte es jedoch möglich sein, sich über politische Ansichten straffrei zu informieren.
Die IP-Adresse enthält direkte oder indirekte Informationen über die eigene Organisation. Online-Ermittler der Polizei müssen sich desöfteren aber selbst tarnen um an wichtige Informationen zu kommen.
Einige Foren- und Chatsysteme zeigen direkt die IP-Adresse jedes Nutzers an. Auch der Besitzer der jeweiligen Webseite sieht die IP-Adressen der Nutzer. Eine IP-Adresse des Bundeskriminalamts wirkt dabei nicht vertrauensfördernd.
Ermittler können Proxy- oder VPN-Dienste benutzen um sich zu anonymisieren. Sofern diese von einer einzigen Organisation kontrolliert werden, müssen Sie aber mit der Beobachtung ihrer Schritte durch organisierte Kriminalität rechnen. Kriminelle können den Dienst selbst betreiben oder Mitarbeiter bestechen, um die Aktionen der Ermittler verfolgen zu können.
Wenn sich Ermittler auf Seiten bewegen, deren Benutzer sich für gewöhlich selbst anonymisieren, fallen sie ohne Anonymisierung besonders auf.
Wenn nicht-anonym über das Internet verschickte Nachrichten von und an Informanten abgefangen werden, oder wenn ein Maulwurf in der Behörde die IP-Adresse des Informanten weitergibt, ist er enttarnt.
Suchmaschinen wie Google, Yahoo und MSN speichern Ihre IP-Adresse und Ihre Suchanfragen für viele Monate oder sogar Jahre. Auch Statistik- und Werbedienste, wie Phorm, Doubleclick, Google Adwords oder Google Analytics, können Ihre IP-Adresse und die von Ihnen besuchten Webseiten speichern. Sie sind über Millionen von Internetseiten verteilt und werden sogar von Ihrem Zugangs-Provider eingesetzt.
Große Dienstleister wie Google können Statistik- und Suchdaten zu einem detaillierten Profil Ihres Surf-Verhaltens zusammenführen. Je nachdem wie viel sie im Internet tun, kann Ihr Verhalten viel über Ihr Leben, Ihre Interessen, Ihre Geschäfte, Ihre Beziehungen und Ihre Probleme offenbaren.
Aufgrund einer Datenpanne wurden im Jahr 2006 bei AOL alle Suchdaten veröffentlicht. Dank digitaler Vervielfältigung kann nun jedermann die Suchhistorie aller Nutzer nachvollziehen. Kranke und psychisch labile Menschen wurden dadurch mit Name und Wohnort für die Öffentlichkeit enttarnt.
Proxy- und VPN-Dienste versprechen, Sie vor einer solchen Beobachtung zu schützen. Aber alle aktuellen VPN- und Proxy-Dienste (außer JonDonym, Tor und I2P) werden zentral gesteuert und können Sie dadurch vollständig überwachen!
Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine IP-Anonymisierung mit JonDonym nur wenig oder gar nichts nützt. Es ist wichtig, diese Situationen zu kennen, um sich nicht in falscher Sicherheit zu wiegen.